„Ich bin erschüttert von den schrecklichen Anschlägen in Paris. Jeder hat wohl gerade diese Bilder vor Augen. Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien und Freunden. Mir ist nicht zum Feiern zumute, aber wir werden heute spielen, weil wir zeigen wollen, dass wir uns NICHT von Terroristen unterkriegen lassen. Dieses Spiel ist auch für #Paris!“, sagte der Star des Abends, Gerald Asamoah, auf seiner Facebook Seite. 61.104 Zuschauer waren froh, dass er und auch sein Club, der FC Schalke 04 sich entschlossen hatten vor dem Hintergrund der Terroranschläge von Paris das Spiel stattfinden zu lassen. Und es wurde ein sehr emotionaler Abend, zunächst stellte sich Vereinsboss Clemens Tönnies auf die weite Wiese der Arena und erklärte in einer sehr emotionalen Rede dass man sich als Verein nicht dem Terror beuge und deshalb heute mit allen Beteiligten entschieden habe das Spiel stattfinden zu lassen, die Zuschauer honorierten seine Rede mit starkem Applaus. War die Vorstellung der Mannschaften schon ein weiterer Höhepunkt so toppte die Vorstellung des Hauptdarstellers alles bisher da gewesene. Auf der kleinen Gästetribüne der Arena war eine Bühne aufgebaut. Eine Coverband spielte Freiheit von Marius Müller-Westernhagen und Gerald Asamoah wurde aus dieser Höhe quer durch die Arena abgeseilt mit einer französischen Flagge in der Hand, ein Augenblick für Gänsehaut. Zum Spiel selber ist eigentlich eher weniger zu schreiben, wie solche Spiele halt so sind, der Hauptdarsteller bekommt ein paar Tore, am Ende geht es knapp oder Unentschieden aus und alle haben viel Spaß. So auch in diesem Spiel, Asa spielte in der ersten Halbzeit bei seinen Allstars und markierte beide Treffer, dann wechselte er zu den Schalker Allstars und besorgte direkt die Führung. Nach ca. 75 Minuten war dann Schichtende, aber nicht einfach so, sein achtjähriger  Sohn Jaden griff zum Mikro und verkündete: „Papa, Schichtende!“ Danach sprang der Sprössling auch direkt für den Vater ein und durfte direkt auch den Ausgleich erzielen. Am Ende gewannen die Schalker Allstars gegen Asas Allstars mit 5:4, doch seien wir mal ehrlich, das Ergebnis ist bei so einen Spiel Nebensache. Alleine die Ehrenrunde die die Schalker #14 mit seinem Sohn am Ende durch das weite Rund drehte, dauerte 20 Minuten und brachte unzählige Schals und Souvenirs. Ein Liebesbeweis des kritischen Schalker Publikums an einen seiner Helden kann sicherlich fast nicht stärker ausfallen.

(Text und Bilder: © UVO)

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