Kennst Du Arcen, Nein? Arcen ist ein kleiner Ort in den Niederlanden, er liegt etwa 10 km nördlich von Venlo und direkt an der Maas. Arcen ist nicht sehr groß aber durch seine Lage am Fluss doch recht beliebt, vor allem in der warmen Jahreszeit. Der Ortskern mit dem früheren Rathaus besticht durch die kleinen niederländischen Häuschen und vor allem durch viele Kneipen und Restaurants. Geht man durch eine der kleinen Gassen, so landet man direkt an der Maas und kann sicherlich in den Sommermonaten sowohl zu Fuß wie auch mit dem Fahrrad schöne Strecken zurücklegen. Etwas vor den Toren des kleinen Ortes liegt allerdings noch etwas womit die Niederländer neben der Landschaft, dem Ort und der schönen Fahrradwege durchaus weitere Besucher an die Maas ziehen können, das Schloss mit seinen Schlossgärten. Einmal im Jahr in der dunklen Jahreszeit gibt es hier einen „Weihnachtsmarkt“ der etwas anderen Art, das Lichterfest in den Schlossgärten. Zunächst zog es uns jedoch auf einen Rundgang durch das Städtchen um dann auch noch auf ein paar Frites und einen Kaffee am Ufer der Maas einzukehren. Mit Blick auf den Fluss verbrachten wir die Stunden bis wir zum Enchanted Gardens fahren konnten, denn dort war erst ab 18 Uhr geöffnet.

Auf dem Parkplatz der Schlossgärten angekommen mussten wir feststellen, dass auch die Niederländer nicht feige sind was Preise betrifft, vier Euro Parkgebühren und neun Euro Eintritt, aber der Rundgang war es wert. Geleitet von einer Licht- und Lasershow kommen immer wieder besondere Orte mit einer magischen Ausstrahlung wie der Asia Bereich, oder die Sumpflandschaft mit seinen mystischen Nebeln, oder auch der Teich am Ende des Gartens mit seiner Lasershow. Man braucht ungefähr anderthalb Stunden wenn man nicht zu viel verweilen, fotografieren oder auch im Bistro etwas essen oder trinken will. Teilweise ist es recht dunkel und einsam, ein anderes Mal wiederum läuft man in einer Traube von Menschen durch die Schlossgärten. Ein Mal haben wir uns verlaufen, am Ausgang des Asia Teils der Schlossgärten war uns nicht ersichtlich wo es denn jetzt weiter geht, an den meisten anderen Stellen war der Weg durch große Wachslichter am Wegesrand ausgewiesen. Alles in allem war es ein sehr gelungener Ausflug, der Ort ruft danach im Sommer mal für eine Radtour und eine Einkehr an der Maas besucht zu werden und die Show in den Schlossgärten war auch ein sehr schönes Erlebnis.

(Text und Bilder: © UVO)

Meine erste Live Begegnung mit klassischer Musik begann mit Bandnudeln! Als ich vor einiger Zeit in meiner Osteria bei uns im Dorf gegessen hatte, kam Mario, der Wirt zu mir und fragte mich ob ich Klassik möge. Ich hatte in letzter Zeit mal hin und wieder ein paar Stücke gehört, aber man kann nicht sagen, ich wäre ein Liebhaber klassischer Musik, so war ich zunächst skeptisch und fragte was denn genau dahinter stecke. Direkt hinter der kleinen Osteria gibt es die „Alte Kirche“ in Wattenscheid, eine kleine Backsteinkirche aus dem 17. Jahrhundert, die zuletzt auch wieder aufwendig renoviert worden war. Hier sollte am Abend des 31. Oktober das „Concerto Classico“ stattfinden. Mitwirkende ein italienischer Tenor, eine Sopranistin aus Japan und eine junge Frau aus Südkorea am Klavier. Ins Leben gerufen wurde das Ganze tatsächlich von Mario, dem Wirt der Osteria „La Piazza“ in Wattenscheid, und ich entschloss mich spontan meine erste Live Begegnung mit klassischer Musik in die Hand zu nehmen. Und ich muss nun, ein paar Tage nach dem Konzert immer noch sagen, ein toller, stilvoller Abend in einem Klasse Ambiente mit Künstlern die ihre Musik und ihr Publikum verstehen und mir einen zauberhaften Abend beschert haben, Danke

Als ich ein wenig zweigespalten gegen 19:40 Uhr an der alten Kirche ankam war ich schon der letzte von schätzungsweise 150 Leuten in der Kirche und wurde bereits am Eingang empfangen. Schnell war noch ein Platz gefunden und pünktlich trat unser Tenor Sebastiano Lo Medico vor sein Publikum um den Abend zu eröffnen. Sebastiano Lo Medico wurde in Messina geboren, studierte in Sizilien Akkordeon und Gesang bevor er 2006 nach Deutschland kam. Seine Partnerin, die Sopranistin Makiko Tanaka ist gebürtig aus Yokohama, begann mit der Musik in Tokyo bevor sie an die Musikhochschule Münster ging. Die Dritte im Bunde war die Südkoreanerin Juhee Lee, die ihren ersten Klavierunterricht mit vier Jahren bekam. Wie ihre beiden Mitstreiter studiert sie an der Musikhochschule in Münster. Stücke von Brahms, Grieg, Tschaikowski und Richard Strauss machten den Anfang. Auszüge aus „La Boheme“, „Rigoletto“ und „La Traviata“ gaben die Künstler in beeindruckender Manier zum Besten. Ein Highlight des Abends war aber für mich das Ave Maria von Franz Schubert, gesungen von Makiko Tanaka. Doch auch eher heitere Stücke wie das Funiculí Funiculá von Luigi Denza rundeten den ersten Teil des Abends ab bevor es in die Pause ging

Nach einer gut zwanzig minütigen Pause ging es in den zweiten Teil des Abends, Lieder aus der Zauberflöte, das Wolgalied aus dem Zarewitsch aber vor allem auch sehr bekannt, „Dein ist mein ganzes Herz“ aus dem Land des Lächelns bescherten mir viel Freude. Natürlich gab es die üblichen „Dankesreden“ doch die Künstler gaben auch zum Ende der wirklich gelungenen Veranstaltung noch einmal alles und verzückten ihr Publik. Eine tolle Sache für die Initiatoren, ein schöner Abend für die Künstler, aber vor allem ein toller Abend für mich und die anderen Besucher.

(Text: © UVO)

Gut 35.000 Fans wollten am Fronleichnahmstag 2008 in der Veltins Arena "auf Schalke"   die US Rockband bei     einem ihrer Deutschland Konzerte sehen, und was sie zu sehen bekamen war aller Ehren wert.

Viele der Zuschauer pilgerten schon weit vor Einlass um die Arena, tummelten sich bei herrlichem Wetter     in den Restaurants und Biergärten in Gelsenkirchen-Buer. Gegen Abend ging es dann allerdings los mit dem     Anstellen um die US Rocker zu sehen. Zunächst versuchte jedoch die italienische Rockröhre Gianna Nanini     das Publikum anzuheizen. Eine knappe Stunde stand die Schwester von Ex-Formel 1 Star Allessandro Nanini     auf der Bühne, vermochte es aber nicht so recht das Publikum zu begeistern. Die Fans warteten auf Bon Jovi.

Nach dem Bühnenumbau ging es dann los, passend zur Lost Highway Tour mit dem Song Lost Highway. Bereits     mit dem dritten Song, "You give Love a Bad Name" brachten die US Rocker die Halle zum ersten Mal zum     kochen. Das weitere Programm mit Welthits wie:

    Always
    Whole lot of leavin
    In these Arms
    We got it goin on
    It's my Life
    Bad Medicine - Shout
    These Days
    Summertime
    Who says you can't go home
    Have a nice day
    Keep the Faith
    Livin' on a Prayer

...hörte sich eher wie ein Best Off an, brachte die Masse allerdings in allerbeste Stimmung, die der     Konzert erprobte Jon Bon Jovi bestens zu nutzen wusste.

Knapp zweieinhalb Stunden spielten die fünf Rocker für die 35.000 und wussten immer wieder mit rockigen     Stücken, aber auch mit soften Songs wie Always zu begeistern. Nach drei weiteren Zugaben war dann ein     rundum gelungener Abend nach über vier Stunden teils toller Musik und guter Bühnenshow zu Ende.

<strong>Fazit:</strong> Auch wenn über 70 € nicht gerade wenig Geld sind, es hat sich gelohnt. Tolle Musik, Klasse     Stimmung in der Veltins Arena  und das "auf Schalke" ohne Schalke. Ein schöner Tag mit einem Klasse Konzert.

(Text: © UVO)

Eine nostalgische Dampfzugfahrt quer durch das Ruhrgebiet von Bochum Dahlhausen bis Duisburg um dann bei einem Aufenthalt im Landschaftspark Nord Pause zu machen. Das war der Plan am Morgen des 16. Mai als ich morgens um kurz vor Neun leicht fröstelnd auf dem Bahnsteig in Dahlhausen stand. Pünktlich kam sie dann, rückwärts. Aus dem Eisenbahnmuseum von einer Diesellok gezogen, fuhren die sieben Wagons und die leicht dampfende P8 in den kleinen S-Bahnhof ein. Um mich herum ging das Klicken der Kameras und Smartphones los. Nachdem die ersten Eisenbahnfans befriedigt waren nahmen wir so langsam unsere Plätze ein und da ich 1. Klasse gebucht hatte war mein „Sitzsofa“ auch sehr komfortabel. Die P8 ratterte los, Richtung Essen-Steele/Essen Hbf wo wir weitere Fahrgäste aufnahmen. Auf Mühlheim, Oberhausen und Duisburg lag noch auf der Strecke, nachdem sich dann der Zug in Duisburg vollends gefüllt hatte gesellte sich eine junge Familie nebst dreijährigem Sohn zu mir. Da wir sehr oft die Fahrtrichtung wechseln mussten, erwies sich die Variante mit zwei Loks als sehr nützlich, die aktive Lok musste nicht immer um den ganzen Zug fahren um zu wechseln, wir fuhren einfach mit der anderen weiter.

So langsam war dann auch HKM in Duisburg erreicht und es wurde ein wenig langweilig, auch für meinen dreijährigen Freund. Ich verzog mich erst mal in den Barwagen, Bockwurst, Kaffee, bisschen quatschen. Auch den Freizeit-Eisenbahnern war es langweilig. Wir durften auf Werksgelände nicht mit unseren Loks fahren, mussten also mit Werksloks gezogen werden. Da gab´s aber nur eine und noch mehr Richtungswechsel. Hier umkurvte die Lok dann immer den Zug was jeweils eine Pause von zwanzig Minuten nach sich zog. Ganz schön viel Zeit für ein paar Koksberge. Irgendwann hatten wir die Werksbesichtigung überstanden und machten uns, wieder unter Dampf, auf den Weg zum Landschaftspark Nord, einem der größten ehemaligen Hüttenwerke im Ruhrgebiet. Leider begann es kurz nach unserer Ankunft im Landschaftspark leicht zu nieseln so dass eine Besichtigung des ca. 70 m hohen ehemaligen Hochofen Fünf keinen Sinn machte. Ich sparte mir die Führung und versuchte die letzten trockenen Momente auf eigene Faust zu nutzen. Leider wurde der leichte Nieselregen bald stärker und es musste ein Lokal her. Doch das Einzige auf dem Gelände war hoffnungslos überfüllt, sodass nur der Imbiss gegenüber mit zugehörigem Biergarten blieb. Auch das hatte ich mir etwas anders vorgestellt, doch Currywurst mit Pommes und ein Bier unter einem der begehrten Schirme musste dann eben reichen.

Pünktlich um viertel nach Vier dampfte unsere Lok wieder hinaus aus dem Landschaftspark um in einem schönen großen Bogen so langsam die Heimreise anzutreten. Zunächst ging es Richtung Moers, teilweise auf Güterzugstrecken, den Rhein überquerend zog meine alte P8 die sieben Waggons in den Abend. Gut 90 Minuten dauerte unsere kleine Rundfahrt mit zwei Überfahrten über den Rhein bevor wir gegen 18 Uhr wieder am ersten Bahnhof ankamen, an dem Mitfahrer den Zug verließen. Um mich wurde es leer! Und ruhig! Meine Jungfamilie mit dreijährigem Sohn stieg wieder aus, die Frau von gegenüber lächelte und zwinkerte mir zu und der Rest der Fahrt verlief sehr entspannt. Gegen 18:45 Uhr schnaufte meine P8 wieder in den Bahnhof in Bochum-Dahlhausen ein und ein schöner Ausflug fand sein Ende. Als Fazit darf ich sagen: Wie vor ein paar Jahren auf einer Fahrt nach Papenburg schon einmal erlebt wieder einer rundum gelungene Fahrt, bestens organisiert vom Eisenbahn Museum in Bochum. Einzige Kritik meinerseits an dieser Fahrt war die Zeit auf dem Werksgelände bei HKM. Man hat für viel rumstehen und Zeitverlust eigentlich wenig gesehen, ansonsten TOP!

(Text und Bilder: © UVO)

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